Hochwasser am Bodensee

Die letzte Woche habe ich am Bodensee verbracht. Nicht nur, dass mein geliebter See mit Wassertemperaturen zwischen 18 und 21 °C warm genug zum Baden war, es herrschte auch Hochwasser! Das war wirklich faszinierend: die Gangways der Schiffe führten zu den Decks hinauf statt, wie üblich, hinunter, Treppen endeten bereits nach wenigen Stufen im Wasser, der mit Autos befahrbare Bereich der Slipanlagen war sehr, sehr kurz und der Kiesstrand in Wallhausen, wo ich normalerweise schwimmen gehe, war einfach weg. Es war phantastisch, dort zu schwimmen — ich stelle fest, dass ich bei Hochwasser noch lieber schwimme als bei normalem Wasserpegel.

Schaut euch mal die folgenden beiden Fotos an: das links ist bei normalem Wasserstand aufgenommen, das rechts letzte Woche bei Hochwasser. Wenn man nun bedenkt, dass der See eine unglaublich große Oberfläche hat, wird die Wassermenge, die einen solchen Pegelanstieg verursacht, wirklich unvorstellbar …

Normaler Wasserstand Hochwasser

Das schönste Erlebnis am See war aber Folgendes: Am Dienstag schwamm ich auf einen der Pontons zu, als ich von hellen und dunklen Flecken im Wasser völlig irritiert wurde. Ich wusste nicht, was ich da unter mir sah, und versuchte, auszuweichen, was aber nicht möglich war — die seltsamen Flecken waren überall. Am Ponton angekommen, betrachtete ich das Wasser von oben herab und ohne die von mir erzeugten Wellen noch einmal und staunte nicht schlecht: die ungewöhnlichen „Flecken“ waren die auf dem Grund wachsenden Algenteppiche sowie die versenkten Betonplatten, an denen die Bojen befestigt sind. Das Wasser war so klar, dass man bis hinunter auf den Grund sehen konnte! Völlig fasziniert starrte ich ins Wasser, bis ich Details erkennen konnte: Algensträuße, die sanft hin und her schwangen, die Kette, mit der der Ponton an einer Betonplatte befestigt ist, kleine durchs Wasser flitzende Fischchen … ich entdeckte sogar einen ziemlich großen Fisch, der den Algenteppich abgraste. Stundenlang hätte ich noch gucken können, hätte mich nicht eine große Pferdebremse vom Ponton wieder ins Wasser getrieben.

Toll war’s — hoffentlich komme ich dieses Jahr nochmal in den See!

Powered by Flickr Gallery
This entry was posted in Allgemein and tagged , , . Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen