Château Rambouillet

Im letzten Jahr habe ich meinen bisher einzigen Ausflug außerhalb Paris‘ gemacht (wenn man von Versailles absieht). Dank einer Freundin, die die Idee hatte, nach Rambouillet zu fahren, um das dortige Château Rambouillet anzuschauen. Es war ein toller Ausflug.

Wir fuhren von Montparnasse aus mit dem Zug nach Rambouillet. Dort am Bahnhof brauchten wir erst mal einen Moment, bis wir eine Karte des Städtchens gefunden hatten, auf dem wir den Weg zum Schloss planen konnten. Wir liefen gemütlich los und kamen am Wochenmarkt von Rambouillet vorbei, der uns so gut gefallen hat, dass wir gemütlich darübergeschlendert sind und uns je eine Quiche lorraine gekauft haben, die wir im direkt angrenzenden Schlosspark in aller Seelenruhe verspeist haben. Dieses Piknik im Schlosspark war wunderschön, und wir schlenderten von dort gemütlich vor zum Schloss, wobei wir an so vielen schönen Blumen vorbei kamen, dass sie den Hauptteil unserer Fotos ausmachen.

Das Schloss selbst ist klein, aber sehr hübsch anzusehen. Wir hatten ein wenig Pech und kamen genau zur Mittagspause dort an, so dass wir die Zeit zum faul durch die Straßen schlendern nutzten, bis die nächste Führung stattfand.

Der französische Staat nutzt das Château Rambouillet als Unterkunft für ausländische Staatsgäste, so dass Fotografieren im Gebäude leider nicht erlaubt ist. Es ist sehr hübsch eingerichtet, wir besuchten nicht nur den historischen, sondern auch den zum Gästequartier ausgebauten Teil des Schlösschens und schmunzelten hierbei besonders darüber, dass der Gästebereich in zwei Einzelzimmer unterteilt ist, einen für den Staatsgast, einen für dessen Lebenspartner. Seltsam, aber wahr.

Im Anschluss an den Schlossbesuch stand im Rahmen der Führung auch noch ein Besuch der laiterie de la reine, der „Molkerei der Königin“, auf dem Programm. Louis XVI ließ sie für Marie-Antoinette bauen, da in dieser Zeit der große Nutzen von Muttermilch bekannt und propagiert wurde, so dass eine Molkerei genau das richtige Geschenk für eine Königin zu sein schien. Der erste Raum ist rund mit einem runden Dachfensterchen, hier sind wohl die verschiedenen Milchprodukte verkostet worden, wenn ich das richtig im Kopf behalten habe (die eigentlichen Ställe befanden sich selbstverständlich etwas weiter entfernt). Der dahinterliegende Raum enthält eine künstliche Grotte, die wirklich sehr schön anzusehen ist.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Besuch in Rambouillet sehr gut gefallen hat. Wer in Paris ist, etwas außerhalb sehen möchte und gerade gutes Wetter genießt, dem sei ein Besuch dort empfohlen! Führungen finden täglich außer Dienstags um 10, 11, 14, 15, 16 und im Sommer auch um 17 Uhr statt, der Eintritt kostet 8,50 Euro.

Powered by Flickr Gallery
This entry was posted in Leben in Paris, Unterwegs and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen