Das Pantheon

An Ostern war ich mal wieder im Pantheon — ein beeindruckendes Gebäude, ich kann den Besuch wirklich empfehlen, auch, wenn der Eintritt inzwischen 8,50 € pro Person kostet. Das Innere dieser ehemaligen Kirche ist voller großartiger Gemälde und, ganz in der Mitte des Gebäudes, direkt unter der Kuppel, eine Nachbildung des Foucault’schen Pendels. Es beeindruckt mich immer wieder — wenn man beachtet, wie sich die Pendelrichtung mit der Zeit wie von Geisterhand ändert, also die Erdrotation direkt vor Augen geführt bekommt … es ist faszinierend!

Bei meinem letzten Besuch fand ich jedoch heraus, dass sich dieser Pantheon-Besuch noch toppen lässt! Dabei rede ich nicht von den unter dem Pantheon liegenden Begräbnisstätten berühmter Franzosen, denn diese Gruft finde ich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht interessant. Nein, ich spreche von der Kuppel des Pantheons — von einem Besuch AUF der Kuppel.

Zweimal am Tag (zumindest im Moment ist das so) findet ein begleiteter Aufstieg auf die Kuppelbalustrade statt. Um zur begleiteten Gruppe zu gehören, muss man dies an der Kasse gleich erwähnen und hoffen, dass man unter den ersten 50 ist, denn mehr als 50 Personen dürfen nicht hinauf — für den Fall, dass man dabei ist, bekommt man eine zweite Karte, die vor dem Erklimmen der 302 Stufen abzugeben ist.
Die beiden Begleiter dienen nicht als Führer, sie erklären nichts, sondern sind dafür da, dass niemand verloren geht. Zunächst geht es auf die innere Galerie des Pantheons — man sieht von hier aus die schönen Bodenfliesen sehr viel besser als von unten, doch viel mehr gibt es dort nicht zu sehen.

Doch dann, dann betritt man das Dach.

Der Blick über Paris ist phantastisch. Man sieht alle großen Monumente, den Eiffelturm, Invalides, Tour Montparnasse, Notre Dame, sogar Sacre Coeur ist wunderbar zu sehen. Man kann ca. eine halbe Stunde oben bleiben und nach Herzenslust fotografieren, was ich, trotz Nieselregens, auch eifrig getan habe. Ich muss bei gutem Wetter unbedingt nochmal hin! Übrigens wird man mit der Interpretation der entdeckten Bauten nicht allein gelassen — es gibt viele Infotafeln, auf denen die Umgebung mit Bezeichnung der abgebildeten Monumente eingezeichnet sind.

Fazit: Wunderbar, dort oben, ich kann es wirklich nur empfehlen! Natürlich habe ich wieder Fotos gemacht und sie bei Flickr hochgeladen, hier sind sie:

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