Die Katakomben von Notre Dame und ein Haustiermarkt

Eigentlich wollte ich heute ja Notre Dame selbst ansehen, aber als ich dort ankam, war eine derartig lange Schlange von Menschen vor dem Eingang in der prallen Sonne, dass ich lieber verzichtet habe:

In der prallen Sonne stehen am 4. Juli 2010 viele Menschen Schlange, um Notre Dame zu besichtigen

Da wollte ich mich also nicht dazu stellen und brauchte eine Alternative. Unter Notre Dame hat man alte Bauwerksreste ausgegraben, eine ehemalige römische Therme, ein Stadthaus, eine ältere Kirche und noch einiges mehr. Das bin ich dann anschauen gegangen (zwar sind 4 € dafür viel, aber ich wollte es sehen). Es war nicht spektakulär, aber interessant – besonders gefallen hat mir ein Stück gepflasterter Kellerboden, der tatsächlich kaum von einem heutigen Boden zu unterscheiden war.

In der Nähe von Notre Dame war ein … ja, wie soll ich es nennen? Haustiermarkt? Ein Markt, auf dem man so ziemlich jedes Tier kaufen konnte, angefangen von allen Arten von Vögeln über (Zwerg-) Hamster und Ratten bis hin zu Chinchillas, Kaninchen, Fischen und Schildkröten. Die armen Tierchen, meistens noch extrem jung, lagen da in der Hitze auf so gut wie keinem ausreichenden Platz und litten still vor sich hin. Hat mir das leid getan … am liebsten wollte man da so ein paar Tierchen retten (was einige Touristen wohl auch getan haben) – aber das ermutigt die Verkäufer ja nur, noch mehr neue Tiere anzuschaffen. Ein Teufelskreis … oder nein, ein Beispiel dafür, dass Hilfe nicht immer gleich Hilfe ist. Das hat mir nicht gefallen. Gut, dass meine Hamsterchen zuhause gut versorgt sind!

Jetzt bin ich wieder zurück im Hotel und denke über meinen Vortrag nach. Langsam realisiere ich das mit dem Vortrag morgen und kriege ganz schönes Zittern! Also bitte besonders fest Daumen drücken, damit das alles klappt …

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen