Das Kap der Stürme, Teil 3

Wir verließen das Kap, nachdem jeder ein Foto am Schild mit der Aufschrift „Cape of Good Hope / Kap die Goeie Hoop“ gemacht hatte, fuhren wir zum Mittagessen nach Cape Point, gar nicht weit weg vom eigentlichen Kap. Dort gibt es, natürlich neben dem von Touristen stark frequentierten Restaurant, das übrigens hervorragenden Fisch des Tages serviert, den ehemaligen Kap-Leuchtturm. Unser Fahrer erklärte, dass der Leuchtturm nicht mehr in Betrieb ist, weil er bei starker Bewölkung hinter den Wolken verschwindet und viele Schiffe auf Grund liefen oder sanken, weil sie bei bewölktem Himmel die Signale des Leuchtturms, die sie eigentlich hätten leiten sollen, nicht sehen konnten.

Wir sind natürlich zum ehemaligen Leuchtturm hochgelaufen und haben uns dort umgesehen. Die Treppe wird von einer dicken steinernen Mauer umfasst, gegen die man sich sicher lehnen und in den Abgrund hinunterschauen kann, was ich auch ausgiebig getan habe. Viele Meter unter einem brechen sich die Wellen schäumend am Strand, der Lärm schallt hinauf und man mag sich gar nicht vorstellen, welche Kräfte dort am Werk sind, und das bei gutem Wetter! Und dann dieses Gefühl der Unendlichkeit, wenn man aufs Meer hinaus schaut und genau weiß, dass man jetzt quasi am Ende der Welt steht: es folgen ab hier 4000 km nichts als Wasserwüste, dann trifft man auf das Festland von Antarktika, einer genauso lebensfeindlichen Umgebung wie der Ozean selbst. Hier endet die Zivilisation. Es ist kaum vorstellbar!

Natürlich habe ich auch an Cape Point Fotos gemacht — hier sind sie für euch!

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