Das Kap der Stürme

… auch bekannt als das Kap der Guten Hoffnung, wie es ja offiziell heißt, ist sicherlich jedem ein Begriff — abstrakt, weit weg, irgendwie sicherlich interessant. So ging es mir jedenfalls immer — bis Freitag. Ich hatte das unfassbare Glück, auf einer Konferenz in Kapstadt zu sein!!

Die diesjährige WCN, world conference of nephrology, fand in Südafrika statt. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie überrascht ich war, als ich erfuhr, dass ich hingeschickt werde, um mir die neuesten Ergebnisse der Nephrologie anzuhören. Phantastisch! Es ist nach Südafrika zwar kein echter Zeitunterschied (dort ist es eine Stunde später als daheim, damals also quasi schon Sommerzeit), aber der Flug dauert, da man mit Lufthansa in Johannesburg umsteigen muss, insgesamt (mit Umsteigezeit) circa 15 Stunden. Da das ein klein wenig Erholung erfordert, war ich schon am Vorabend der Konferenz da.

Meine Zeit in Südafrika begann sehr gut — ich war in einem Hotel nahe des Konferenzzentrums untergebracht, so dass ich zur Konferenz laufen konnte und nicht täglich ein Taxi nehmen musste (besonders abends sollte man in Kapstadt nicht mehr zu Fuß unterwegs sein, insbesondere alleine). Das Hotel hat, neben schönen Zimmern, eine Dachterrassse mit Restaurant — und einem phantastischen Ausblick auf den Tafelberg! Da habe ich es mir am ersten Abend gut gehen lassen, bevor ich todmüde ins Bett gefallen bin (im Flugzeug hatte ich nicht sehr tief geschlafen).

Der erste Tag bestand fast ausschließlich aus Lehrveranstaltungen für Mediziner (wie lege ich eine Dialysekathether) und der Eröffnungsveranstaltung — was für ein Glück! Das finale Programm war zum Zeitpunkt der Flugbuchung noch nicht veröffentlicht, so dass ich dann (schon wieder) mein Glück kaum fassen konnte und sofort einen der Ausflüge gebucht hatte, die das von der Konferenzorganisation beauftragte Reisebüro veranstaltete: einmal Pinguine, Kap der Guten Hoffnung, Kap-Leuchtturm, Kap-Nationalparkdurchquerung und Botanischer Garten Kirstenbosch. Ein ausgefüllter Tag — ganz nach meinem Geschmack! Kurz rang ich mit mir, ob ich es wirklich machen sollte — zur Eröffnungsveranstaltung kam Desmond Tutu, ein faszinierender, inspririerender Mann und Nobelpreisträger. Ich habe zwei Tage lang überlegt und mich dann doch dafür entschieden, die Tour zu machen — wer weiß, ob ich je wieder hierher komme! Und genau diese Fotos des ersten Tages möchte ich euch hier zeigen 🙂

Der erste Stop der Tour war in Boulders an der Pinguin-Station. Der Brillenpinguin (Spheniscus demersus), auf englisch der afrikanische Pinguin, lebt hier an der afrikanischen Südspitze in freier Wildbahn. In Boulders wurde ein Strandstück abgesperrt, so dass die Pinguine in Frieden leben können, und eine Holzbrücke hineingebaut, so dass Menschen die Pinguine bewundern können, ohne sie sehr zu stören. Als ich dort war, war Brutsaison, so dass viele Pinguine auf ihren Nestern sitzen und brüten.

Das erste, was einem in Boulders entgegenschlägt, ist neben dem üblichen Kapwind der Geruch nach Pinguinkot 🙂 Außerdem kommt mit dem geruchstragenden Wind auch eine ordentliche Menge feinen Sandes, weswegen sich die Menge meiner Fotos tatsächlich in Grenzen hält: ich habe mich nicht getraut, die Kamera allzu lange diesem fein schmirgelnden, in alle Ritzen dringenden Sand auszusetzen. Ich selbst, die selbstverständlich gründlich in Sonnencreme gebadet war, war nach dem Besuch in Boulders sehr gut paniert. Aber nun genießt die Fotos!

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One Response to Das Kap der Stürme

  1. Juliane says:

    Was freu ich mich mal wieder von dir zu lesen!
    Die Fotos sind wunderbar und die Pinguine sind echt putzig….
    Bitte wieder öfter was schreiben, ich bein dein treuster Fan 🙂

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