Das Kap der Stürme, Teil 3

Wir verließen das Kap, nachdem jeder ein Foto am Schild mit der Aufschrift “Cape of Good Hope / Kap die Goeie Hoop” gemacht hatte, fuhren wir zum Mittagessen nach Cape Point, gar nicht weit weg vom eigentlichen Kap. Dort gibt es, natürlich neben dem von Touristen stark frequentierten Restaurant, das übrigens hervorragenden Fisch des Tages serviert, den ehemaligen Kap-Leuchtturm. Unser Fahrer erklärte, dass der Leuchtturm nicht mehr in Betrieb ist, weil er bei starker Bewölkung hinter den Wolken verschwindet und viele Schiffe auf Grund liefen oder sanken, weil sie bei bewölktem Himmel die Signale des Leuchtturms, die sie eigentlich hätten leiten sollen, nicht sehen konnten.

Wir sind natürlich zum ehemaligen Leuchtturm hochgelaufen und haben uns dort umgesehen. Die Treppe wird von einer dicken steinernen Mauer umfasst, gegen die man sich sicher lehnen und in den Abgrund hinunterschauen kann, was ich auch ausgiebig getan habe. Viele Meter unter einem brechen sich die Wellen schäumend am Strand, der Lärm schallt hinauf und man mag sich gar nicht vorstellen, welche Kräfte dort am Werk sind, und das bei gutem Wetter! Und dann dieses Gefühl der Unendlichkeit, wenn man aufs Meer hinaus schaut und genau weiß, dass man jetzt quasi am Ende der Welt steht: es folgen ab hier 4000 km nichts als Wasserwüste, dann trifft man auf das Festland von Antarktika, einer genauso lebensfeindlichen Umgebung wie der Ozean selbst. Hier endet die Zivilisation. Es ist kaum vorstellbar!

Natürlich habe ich auch an Cape Point Fotos gemacht — hier sind sie für euch!

Powered by Flickr Gallery
Posted in Unterwegs | Tagged , , , | Leave a comment

Das Kap der Stürme, Teil 2

Endlich schreibe ich mal wieder weiter :-)

Nachdem wir die Pinguine, über die ich das letzte Mal geschrieben habe, in Ruhe angeschaut hatten, sind wir weiter in Richtung Kap gefahren. Schon die Fahrt allein war sehr interessant, da ein großer Teil des eigentlichen Kaps Naturschutzgebiet ist. Man passiert einen Eingangsbereich, an dem der Fahrer Eintritt zahlen muss und angehalten wird, besonders umsichtig zu fahren, da Wildtiere im Gebiet leben: Paviane, Kap-Zebras, Strauße, … wir haben auf der Fahrt durch das Naturschutzgebiet die Augen natürlich offengehalten! Leider habe ich keine Kap-Zebra-Herde gesehen, was ich mir sehr gewünscht hatte, doch Strauße kamen unser Auto begutachten. Schaut euch unten in der Galerie mal die Fotos genau an (besonders das dritte und vierte), das Straußenweibchen ist wirklich gut getarnt!

Ein weiteres sehr interessantes Merkmal der Gegend war der schwarz-weiße Turm, den ich auch fotografiert habe. Unser Fahrer erklärte, er sei auf diese Art und Weise gestrichen, da er von See aus als Orientierungshilfe verwendet würde. Ist der Himmel blau, so sieht man seine weiße Hälfte deutlich, ist er jedoch bewölkt, bietet die schwarze Hälfte einen guten Kontrast zum Hintergrund.

Tja, und dann kamen wir endlich ans Kap selbst! Ich war einfach nur begeistert — die Wellen schlugen an diesem Tag recht hoch (zumindest verglichen mit dem Bodensee …), es wehte ein deutlich zu spürender Wind … als ich am Strand stand, die Wellen beobachtete und den Geruch und die Geräusche des Meeres förmlich aufsaugte, konnte ich es mir plötzlich sehr bildhaft vorstellen, wie das früher gewesen sein musste, auf einem Großsegler an einem stürmischen Tag: Man umsegelt gerade das Kap, einer der berühmt-berüchtigten Stürme kommt auf, man kämpft, um die Kontrolle über das Schiff zu behalten, doch man rammt einen Felsen, das Schiff geht unter und man kann nur hoffen, dass die Wellen einen zwar an den Strand tragen, aber dort nicht auf den Steinen zerschmettern … die Seefahrt war damals und ist sicherlich auch heute noch ein Abenteuer. Dem Meer und seinen Urgewalten haben wir Menschen sehr wenig bis gar nichts entgegenzusetzen … wie stolz muss man sein, wenn man wieder eine Tour geschafft hat(te)!

Aber genug der schweifenden Gedanken — hier nun meine Fotos vom Kap-Naturschutzgebiet und dem Kap selbst!

Powered by Flickr Gallery
Posted in Unterwegs | Tagged , , , , | 1 Comment

Das Kap der Stürme

… auch bekannt als das Kap der Guten Hoffnung, wie es ja offiziell heißt, ist sicherlich jedem ein Begriff — abstrakt, weit weg, irgendwie sicherlich interessant. So ging es mir jedenfalls immer — bis Freitag. Ich hatte das unfassbare Glück, auf einer Konferenz in Kapstadt zu sein!!–more–

Die diesjährige WCN, world conference of nephrology, fand in Südafrika statt. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie überrascht ich war, als ich erfuhr, dass ich hingeschickt werde, um mir die neuesten Ergebnisse der Nephrologie anzuhören. Phantastisch! Es ist nach Südafrika zwar kein echter Zeitunterschied (dort ist es eine Stunde später als daheim, damals also quasi schon Sommerzeit), aber der Flug dauert, da man mit Lufthansa in Johannesburg umsteigen muss, insgesamt (mit Umsteigezeit) circa 15 Stunden. Da das ein klein wenig Erholung erfordert, war ich schon am Vorabend der Konferenz da.

Meine Zeit in Südafrika begann sehr gut — ich war in einem Hotel nahe des Konferenzzentrums untergebracht, so dass ich zur Konferenz laufen konnte und nicht täglich ein Taxi nehmen musste (besonders abends sollte man in Kapstadt nicht mehr zu Fuß unterwegs sein, insbesondere alleine). Das Hotel hat, neben schönen Zimmern, eine Dachterrassse mit Restaurant — und einem phantastischen Ausblick auf den Tafelberg! Da habe ich es mir am ersten Abend gut gehen lassen, bevor ich todmüde ins Bett gefallen bin (im Flugzeug hatte ich nicht sehr tief geschlafen).

Der erste Tag bestand fast ausschließlich aus Lehrveranstaltungen für Mediziner (wie lege ich eine Dialysekathether) und der Eröffnungsveranstaltung — was für ein Glück! Das finale Programm war zum Zeitpunkt der Flugbuchung noch nicht veröffentlicht, so dass ich dann (schon wieder) mein Glück kaum fassen konnte und sofort einen der Ausflüge gebucht hatte, die das von der Konferenzorganisation beauftragte Reisebüro veranstaltete: einmal Pinguine, Kap der Guten Hoffnung, Kap-Leuchtturm, Kap-Nationalparkdurchquerung und Botanischer Garten Kirstenbosch. Ein ausgefüllter Tag — ganz nach meinem Geschmack! Kurz rang ich mit mir, ob ich es wirklich machen sollte — zur Eröffnungsveranstaltung kam Desmond Tutu, ein faszinierender, inspririerender Mann und Nobelpreisträger. Ich habe zwei Tage lang überlegt und mich dann doch dafür entschieden, die Tour zu machen — wer weiß, ob ich je wieder hierher komme! Und genau diese Fotos des ersten Tages möchte ich euch hier zeigen :-)

Der erste Stop der Tour war in Boulders an der Pinguin-Station. Der Brillenpinguin (Spheniscus demersus), auf englisch der afrikanische Pinguin, lebt hier an der afrikanischen Südspitze in freier Wildbahn. In Boulders wurde ein Strandstück abgesperrt, so dass die Pinguine in Frieden leben können, und eine Holzbrücke hineingebaut, so dass Menschen die Pinguine bewundern können, ohne sie sehr zu stören. Als ich dort war, war Brutsaison, so dass viele Pinguine auf ihren Nestern sitzen und brüten.

Das erste, was einem in Boulders entgegenschlägt, ist neben dem üblichen Kapwind der Geruch nach Pinguinkot :-) Außerdem kommt mit dem geruchstragenden Wind auch eine ordentliche Menge feinen Sandes, weswegen sich die Menge meiner Fotos tatsächlich in Grenzen hält: ich habe mich nicht getraut, die Kamera allzu lange diesem fein schmirgelnden, in alle Ritzen dringenden Sand auszusetzen. Ich selbst, die selbstverständlich gründlich in Sonnencreme gebadet war, war nach dem Besuch in Boulders sehr gut paniert. Aber nun genießt die Fotos!

Powered by Flickr Gallery
Posted in Unterwegs | Tagged , , , , , | 1 Comment

Flickr Gallery für WordPress

Es gibt ein sehr schönes Plugin für WordPress, mit dem man Fotos und sogar ganze Alben von Flickr einbinden kann: Flickr Gallery. Leider funktioniert es mit den neueren WordPress-Versionen seit geraumer Zeit nicht mehr. Aber: Stephen Darlington hat eine Lösung gefunden! Vielen Dank fürs Posten / Thank you for posting it, Stephen!

Posted in Computer | Tagged | Leave a comment

Trennung bei eigenen Befehlen in LaTeX

Wer LaTeX nutzt, nutzt mit Sicherheit auch ab und an mal selbst definierte Befehle. Meiner lautete folgendermaßen:

\newcommand{\gap}{Gap-Junction}

Mein Problem war nun, dass “Junction” im PDF leider des Öfteren über den rechten Rand hinaus stand. Es wurde ganz offensichtlich nicht getrennt. Also definierte ich den Befehl um:
Continue reading

Posted in Computer | Tagged , | 2 Comments

Steak-Kochkurs

Tobi hat zum 30. Geburtstag einen Steak-Kochkurs geschenkt bekommen. Was man da nicht alles lernt! Continue reading

Posted in Allgemein, Selbstgemachtes | Tagged , , | Leave a comment

Apothekentest

Im Radio habe ich gehört, dass Apotheken getestet wurden, ob sie denn auch ihrer Beratungspflicht, besonders bei frei verkäuflichen Arzneimitteln, nachkämen. Die meisten fielen laut des Radioberichts durch. Einerseits ist das natürlich schade, aber andererseits wundert mich das auch nicht sehr: die meisten Menschen sehen doch Apotheker nur als Verkäufer. Im Lidl fragt man ja auch nicht die Leute an der Kasse, welchen Saft sie für dieses und jenes Essen empfehlen würden, und genauso erwartet man von Apothekern, dass sie einem das über den Tresen reichen, was man haben will, und basta. Continue reading

Posted in Allgemein | Tagged | 1 Comment

The Tiny Bang Story

Ich habe mir das letzte Humble Mobile Bundle gekauft, da mich eins der Spiele allein vom Namen her schon sehr interessierte: The Tiny Bang Story (auch außerhalb des Bundles verfügbar auf Google Play für 2,19 €). Nachdem ich es ausprobiert habe, kann ich es nur weiterempfehlen! Continue reading

Posted in Allgemein, Computer | Tagged | Leave a comment

115 — die Behördenrufnummer

Seit einige Zeit gibt es hier in Deutschland die 115 als einheitliche Behördenrufnummer mit dem Versprechen, Bürgern bei allen Arten von Fragen unkompliziert und schnell zur Seite zu stehen. Heute habe ich das erste Mal dort angerufen — und meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen! Continue reading

Posted in Allgemein | Tagged , , | Leave a comment

Zombicide-Figuren #1

Wie ich letztens ja schon geschrieben hatte, bemale ich in letzter Zeit die Spielfiguren von Tobis neuem Spiel Zombicide. Von jeder der acht Zombiarten sind acht Figuren im Spiel, und ich habe zuerst mal von jeder Art einen angemalt, um zu sehen, wie es aussieht. Continue reading

Posted in Allgemein, Selbstgemachtes | Tagged , , , , | 2 Comments